Vom 7. April bis 29. Juni 2026,
Galerie DER ORT, Dortmund, Freistuhl 7,
zeige ich im Rahmen der Ausstellung »grün.dominant« als Mitglied des Bundesverbands bildender Künstler NRW drei Exponate.
Während der Corona-Pandemie richtete sich mein fotografisches Interesse auf Seifen. Dabei rückten benutzte, teilweise abgenutzte Seifen in den Fokus. Grün dominiert die Farben vieler Seiten, die klassische grüne Schmierseife, auch viele weiche Kaliumseifen aus Pflanzenöl, aber auch das Farbsymbol für Umweltverträglichkeit und Sauberkeit sorgen für das Grün der Seifen.
Benutzte alte Seifen sind Zeugnisse, offenbaren menschliche Spuren, erzählen Geschichten und ähneln selbst der menschlichen Haut, für dessen Pflege sie da sind.

In meinen Bildern versuche ich durch die Art der Fotografie den Zusammenhang von Wolken und Wut in verschiedenen Mythologien zu visualisieren. Der eigentlich sanften griechischen Wolkengöttin Nephele dienten die Wolken als Werkzeug ihres Zorns. In der indischen Mythologie, im Vaishnavismus gibt es explizit die „wütenden Wolken“ , die die intensive Beziehung zwischen der Natur und den Göttern versinnbildlichen. Indra, der Gott des Wetters, hält das Wasser in den Wolken gefangen, um mit ihnen gegen die Dämonen zu kämpfen. In der Maori-Mythologie entlädt Täwhirimatea, der Gott des Wetters, mit peitschenden Wolkenfronten seine Wut über die Trennung seiner Eltern (Himmel und Erde).

