JETZT

Jetzt, ein Umschlagplatz, ein Ende, ein Anfang, Treibgut im Fluss der Zeit, Baumstämme rot zum Töten markiert. Jetzt ist eine Behauptung gegen die Zeit, flüchtig an die Wand geschrieben, fest und fragil zugleich. Die Zeit fließt durch uns durch, das Jetzt erzeugen wir selbst, wie Seifenblasen, in die sich unsere Blicke verlieben. Die Bäume strecken uns ihre Spiegel entgegen, sie sind Migranten im Jetzt. Sie zeigen im Jetzt ihre Wunden, wir spülen unsere Schuld in den Fluss der Zeit.