Höhlenausgänge
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Höhlenausgänge - Platons Idee des Bildes und die Fotografie

Volkshochschule Dortmund, Creativzentrum 

25.11.20 17:45 - 21:00 Uhr

Überall wird fotografiert, die Flut der Bilder spült durchs Internet, in und um die sozialen Netzwerke. Was macht das mit uns? Bestimmen uns die Bilder oder wir sie?

Vor über 2500 Jahren hat der Philosophen Platon in seinem berühmten Höhlengleichnis einen Bildbegriff geprägt, der aktueller denn je ist. Wie Marionetten an ihren Smartphones verharren die Menschen bei Platon in ihrer dunklen Höhle beleuchtet von seltsamen Lichtspielen. Die Wirklichkeit wird zur Scheinwelt und die Scheinwelt zur Wirklichkeit.

 

In vorderster Linie am Spülsaum der Bilder steht der Fotograf. Was passiert, wenn er versucht, sich mit seiner Bildmaschine dem Strom zu widersetzen? Wenn er zum Chronisten seiner selbst wird? Was passiert, wenn er versucht, Platons Höhle zu verlassen so wie es einer in Platons Gleichnis getan hat und sich zum Licht bewegt oder gar die Licht-Bild-Maschine suizidal gegen sich selbst richtet?

Der Kurs gibt eine Einführung in die Bedeutung des Bildes, wie sie vor über 2500 Jahren von dem Philosophen Platon in seinem berühmten Höhlengleichnis entwickelt wurde. Im Anschluss werden wir die Aktualität des Textes hinterfragen, dabei auf wesentliche Interpretationen dieses Klassikers der Philosophiegeschichte eingehen. Schließlich widmen wir uns in diesem Zusammenhang der Fotografie und ihrer Bedeutung für uns.

Der Kurs richtet sich sowohl an Philosophieinteressierte als auch an Kunst- bzw. Fotointeressierte. 

 

Zeit: 4 Stunden