Am 24. Februar 2022 ...
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...  gegen morgen macht sich Volodymyr (64) in Kiew auf den Weg zum Krankenhaus. In der Onkologie ist seine Chemotherapie geplant, Diagnose: Darmkrebs. Gestern hat er sich von seinen Freunden und Arbeitskollegen verabschiedet, Volodymyr hat als Chef des Wachdienstes in einer Militäranlage gearbeitet. Auf dem Weg zum Krankenhaus waren Sirenen und Detonationen zu hören. Was hat er da gedacht? Hat er den Krieg bereits erwartet? Die Angst vor dem Krebs war größer als die Angst vor dem Krieg.

Schließlich wurde Volodymyr am Krankenhaus abgewiesen. In wenigen Stunden am Vormittag wurde das Krankenhaus zum Militärlazarett umgerüstet.

Was passierte bis zur Entscheidung zur Flucht? Was passierte bis zur Flucht?

In seiner Jugend suchte Volodymyr die Herausforderung und das Abenteuer. In den 70er Jahren, während seiner dreijährigen Wehrpflicht in der Sowjetunion, war es die gefährliche Ausbildung zum Industrietaucher. Insgesamt 15 Jahre riskierte er sein Leben bei Einsätzen um gesunkene Schiffe in bis zu 160 Metern Tiefe.

 

Mit der Flucht, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Viktoriia und der Katze Babula im eigenen Auto wagte, kam zur erneuten Herausforderung und zum Abenteuer die Vorstellung des  Ungewissen, Unvorhersehbaren hinzu … (Das ausführliche Gespräch mit Volodymyr findest du auf www.falkenundadler.de - Deinem Ukraine-Blog!)